Kategorie-Archiv: Allgemein

Wie Kleinstädte smarte cities werden könnten

Benjamin Pöll hat seine Masterarbeit über ein Modell zur Bewertung von Kleinstädten im Bereich 'Smart City an der FH Technikum Wien geschrieben. Seine Erkenntnisse im Überblick:

Er geht davon aus, dass verschiedenste Smart City-Themenbereiche zwar für Kleinstädte interessant und relevant sind, diese jedoch nicht genau wissen, wo die Abgrenzung zu einer Smart City liegt und was dieser Begriff umfasst. Wir verraten an dieser Stelle nur so viel: die Höhe der finanziellen Ausgaben einer Gemeinde hat keine Aussagekraft darüber, wie relevant Smart City-Themenbereiche für Kleinstädte sind. Vielmehr beschäftigen sich smarte Kleinstädte mit zukünftigen Entwicklungen und Trends der letzten Jahre, wie beispielsweise die Mobilitäts-Wende hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Sharing und e-Mobilität, Energieeffizienz, Klima- und Umweltschutz, die Belebung der Innenstadt sowie eine allgemeine Bürgernähe mit Bürgerbeteiligung. Was soll eine Gemeinde daher tun? Mit anderen Instanzen kooperieren und bewusstseinsbildend agieren. Dann steht einer smarten, nachhaltigen und lebenswerten Kleinstadt nichts mehr im Weg. Die komplette Masterarbeit steht zum Download bereit und wurde von der NÖ.Regional finanziell honoriert.

Die Masterarbeit steht zum Download bereit:

DAB074 „Modell zur Bewertung von Kleinstädten im Bereich „Smart City“- Benjamin Pöll, FH Technikum Wien  | Masterarbeit (3 MB)

Neue Erkenntnisse zum Wanderungs- und Bleibeverhalten in der Region Weinviertel-Manhartsberg

Stefan Biereder hat seine Diplomarbeit zum Wanderungs- und Bleibeverhalten in der Leader-Region Weinviertel-Manhartsberg im Jänner 2019 abgeschlossen. Untersucht hat er einige spezifische Gemeinden der Region, um danach aussagekräftige und aufschlussreiche Erkenntnisse für die gesamte Region zu gewinnen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen für die Region

Unter den 175 befragten Personen existiert eine starke emotionale Bindung ihrer Heimatgemeinde. Gründe für die Rückkehr: Familie (50%), Tätigkeit in Vereinen (21,9%), Partner/in (14,2 %), Arbeit 9,5 (%), Sonstiges (4,7%). Der Anteil der Personen, die täglichen Kontakt zu ihrer Heimatgemeinde pflegen, liegt in der Regel über 50 %. Interessant ist die Tatsache, dass die Abwanderungstendenz mit zunehmenden Alter sinkt. Laut Stefan Biereder verlagert sich der zukünftige Lebensmittelpunkt mit zunehmenden Alter von außerhalb der Region in die Region und die Wohngemeinde.

Aufgrund der Befragungen und der Analyse der Region empfiehlt Biereder der Region folgendes, um der Abwanderung entgegenzuwirken:

>>Unterstützung bei der Berufsfindung nach Abschluss der Schulbildung
>>Vermittlung von Berufsmöglichkeiten für Personen mit Universitätsabschluss
>>Vermittlung von Pflichtschulabsolventen an Unternehmen innerhalb der LEADER-Region Weinviertel-Manhartsberg
>>Einrichtung einer Social-Media Plattform in den Gemeinden
>>Nachfrageorientierte Wohnbaupolitik
>>Sicherung der Vorsorge und Pflegeeinrichtungen durch gemeindeübergreifende Kooperation in Hinblick auf den steigenden Anteil der Hochbetagten
>>Günstiges Wohnen als Standortvorteil gegenüber dem Speckgürtel Wien nutzen

Um auch wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu bleiben, schlägt er vor, dass die Gemeinden in der Region aktiv werden.

  • Unterstützung für ortsansässige Klein- und Mittelbetriebe
  • Aufbau eines Netzwerkes für gegenseitigen Informationsaustausch
  • Förderung der Kooperation mit regionalen Bildungsinstitutionen
  • Beteiligung an umliegende Wirtschaftsparks sowie Klima- und Modellregionen (Wirtschaftspark Schmidatal-Manhartsberg, Klima-Modellregion Schmidatal)
  • Aufbau eines sanften Tourismus (Genussmarke „Weinviertel-Manhartsberg“, Entwicklung von qualitativ hochwertigen regionalen Produkten, Entwicklung einer regionalen Marketingstrategie)
  • Stärkung der wirtschaftlichen Beteiligung  der Gemeinden an der Marke „Weinviertel-Manhartberg“

Um die vorhandene Basisinfrastruktur zu sichern, schlägt er folgende Aktivitäten vor:

  • Unterstützung von Nahversorgern und Kleinbetrieben
  • Bereitstellen von kleinen Geschäfts- und Betriebsflächen
  • Multifunktionale Nutzung von leerstehenden Gebäuden
  • Gemeindeübergreifende Kooperation im Bereich der Mobilität (Busverbindungen außerhalb der Tagesrandzeiten zum nächstgelegenen Bahnhof, Gemeindeübergreifendes Angebot von Car-Sharing und Sammeltaxis, Einrichtung von Fahrgemeinschaften über diverse soziale Medien)

Zur Lebensqualität und zur Gemeindeentwicklung will Biereder die Region zu folgendem Maßnahmen motivieren:

  • Pflege des Landschaftsbildes
  • Förderung eines guten sozialen Gefüges
  • Belebung der Ortskerne
  • Verbesserung des Freizeit- und Kulturangebots
  • Stärkung des Zugehörigkeitsgefühls für Personen mit multilokaler Lebensweise
  • Einbindung in Problemlösungsstrategien in Hinblick auf Defizite in der Gemeindeentwicklung
  • Nutzung sozialer Medien bei Freizeit- und Kulturveranstaltungen
  • Unterstützung bei der Wohnungssuche
  • Vereine als wichtige Ankerpunkte für die Integration in die Ortsgemeinschaft

Die gesamte Diplomarbeit steht zum Download bereit. Siehe "Abgeschlossene Arbeiten" WS 2014/15 und danach, DAB050.

Retzer Hauptplatz „reloaded“

Das „best-of“ der Entwürfe von Architekturstudentinnen und –Studenten der TU Wien im Rahmen der Diplomarbeitsbörse für die beiden leerstehenden Häuser - Zottl-Haus sowie Aujesky-Haus am Retzer Hauptplatz wurde am 12. März 2019 um 18 Uhr im Retzer Rathaus unter großem Publikumsinteresse präsentiert.

Mehr als 100 Retzerinnen und Retzer folgten der Einladung, sich die in Pläne umgesetzten Ideen der Architektur-Studierenden der TU Wien für die beiden leerstehenden oder fast zur Gänze leerstehenden Häuser am oberen Retzer Hauptplatz anzusehen. Präsentiert wurde quasi das „best-of“ der mehr als 20 Entwürfe.

Die Stadtgemeinde Retz ist begeistert

„Wir haben unseren Bürgern und Experten präsentiert, was aus dem Zottl- und dem Aujesky-Häusern werden könnte und wollten ihre Meinung zu den Entwürfen wissen. Diese Meinungsbildung, aber auch Kritik ist uns wichtig und wir werden sie als Entscheidungsgrundlage nutzen, in welche Richtung die Wirtschaft und die Stadt Retz, natürlich in Zusammenarbeit mit den Eigentümern, aber auch der Bevölkerung weiterarbeiten sollen. Die Schlusspräsentation der Pläne wird auf unserer Homepage www.wirtschaft-retz.at sichtbar sein und können bei uns angefordert werden. Wir werden sie ebenfalls öffentlich im Haus Zottl aushängen, damit sich auch jene ein Bild machen können, die nicht in das Retzer Rathaus zur Präsentation kommen konnten. Ich möchte nochmals betonen, dass uns der Ideenreichtum und die Professionalität der Studierenden sehr beeindruckt haben. Jetzt gilt es Financiers zu finden, die uns bei unserem Vorhaben auch finanziell unter die Arme greifen, vielleicht starten wir auch eine Crowdfunding-Kampagne“, sagt Karl Breitenfelder.

Die Ideen - Von A bis Z und darüber hinaus

Zu sehen und präsentiert wurden folgende Ideen: Retzers Generationen: gemeinsam statt einsam (Ivana Aleksic / Christoph Frantes), AZ (von A bis Z) von Hannah Gössl und Constanze Walter, Hotel 'Zum Eck' von Victoria Patzl, Retz kann alles – Wohnen und alles für die Kids (Julia Pauer / Martin Schreiber) und Raumquartier Retz von Oliver Pöll.

Retzers Generationen: gemeinsam statt einsam: Hier liegt der Fokus auf eine lokale Vereinigung von Kindergarten und Alterswohnsitz inmitten des Ortszentrums. Die altersmäßige Durchmischung findet dabei gebäudeübergreifend statt. In den Räumlichkeiten des Zottl-Hauses soll ein fünf gruppiger Kindergarten mit Kinderkrippe und Tagesbetreuung entstehen, wohingegen in den Trakten des Aujesky-Hauses eine Alterswohngemeinschaft mit Aktivräumlichkeiten platziert wird.

Hotel zum Eck: Das Zottl-Haus könnte in ein Hotel mit angegliederter Kleingastronomie werden. Das wesentliche Gestaltungselement im Rahmen dieser Transformation stellt der neu geschaffene Innenhof dar, welcher in seine ursprüngliche Form zurückgeführt wird und intensiv begrünt werden könnte. Der Zugang des Hotels erfolgt direkt vom Hauptplatz, jener zur Gastronomie im Bereich der seitlichen Einfahrt.

AZ (von A bis Z): Im Zentrum steht die Nutzungskombination beider Gebäude. Im Zottl-Haus könnten regionale Produkte angeboten werden, die im Aujesky-Haus im Rahmen der vorgesehenen Gastronomie verwertet werden könnten. Das Zusammenspiel aus Vermarktung und Verkauf ein- und derselben Produkte in unterschiedlicher Weise steht damit im Vordergrund der wirtschaftlichen Überlegungen, wobei auch die Tourismusschule regelmäßig miteinbezogen werden sollte. Die ganzjährige gastronomische Nutzung in den Räumlichkeiten des Aujesky-Hauses soll gezielt die Auslastung des Smart-Motels im Zottl-Haus unterstützen.

Retz kann alles – Wohnen und alles für die Kids: aufgegriffen wird die Problematik, in der Gastronomie und Hotellerie entsprechend Personal zu finden und dieses in Folge auch zu halten. Durch die gezielte Zusammenlegung beider Liegenschaften könnte eine Möglichkeit geschaffen werden, mitsamt der ganzen Familie in der Stadt arbeiten als auch wohnen zu können. Für das Zottl-Haus wurden ein Hotel, ein Restaurant und ein Fahrradshop projektiert. Im Aujesky-Haus könnten die Wohnungen für die Angestellten der Gastronomie/Hotellerie, eine Tagesbetreuung für Kinder von 1-12 Jahren und eine Fahrradwerkstatt untergebracht werden.

Raumquartier Retz: Neue Nutzungsmöglichkeiten für beide Baulichkeiten und daraus entstehende Synergien. Im Zottl-Haus würde die ursprüngliche Hofform wiederhergestellt werden, um eine Verbesserung der Belichtungs- und Belüftungssituation zu gewährleisten und neue Erschließungsmöglichkeiten mitsamt Wegeverbindungen zum Ort entwickeln zu können. Durch die vorgegebene Raumanordnung in den Bereichen, die dem Hauptplatz zugeordnet sind, wird Platz für einen Nahversoger, Gemeinschaftsküche mit Café und ein Fahrradhotel geschaffen.

Kooperation macht Erfolg für Retzer Leerstandsplanung möglich

Ermöglicht wurde die Projektierung der beiden Retzer Gebäude am Hauptplatz über das Leader-Kooperationsprojekt „Diplomarbeitsbörse“, das auch die Leader-Region Weinviertel-Manhartsberg mitfinanziert, der Zusammenarbeit mit Gut Gemacht Wirtschat Retz und der Stadtgemeinde Retz.

Die NÖ.Regional.GmbH wurde mit dem Projektmanagement der Diplomarbeitsbörse im Bereich der Regionalentwicklung von 6 Leader-Regionen beauftragt. Herzstück ist der Themenmarktplatz für Studierende und Gemeinden/Regionen. Über ihn kann topaktuelles universitäres Know-how direkt zum Nutzen für die Gemeinde/Region eingesetzt werden, indem Diplomarbeitsthemen in beide Richtungen vermittelt werden.

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TOP-Stipendium NÖ für Masterarbeiten der Diplomarbeitsbörse

Die Einreichfrist läuft jeweils 1. September bis 15. Juli des Folgejahres. Wichtiger Hinweis: das TOP-Stipendium für Abschlussarbeiten kann derzeit ausschließlich von ordentlichen Hörerinnen und Hörern beantragt werden! An außerordentliche HörerInnen wird KEIN TOP-Stipendium ausbezahlt.

Für Studierende, die ihrer Master/Diplomarbeit oder Disseration einThema der Diplomarbeitsbörse Regionalentwicklung zugrundelegen, bedeutet das: Ein TOP-Stipendium in der Höhe von 300 Euro kann beantragt werden. Voraussetzung dafür ist eine Bestätigung vom Projektmanagement der Diplomarbeitsbörse (NÖ.Regional.GmbH) sowie der zuständigen LEADER-Region, dass das Thema über die Diplomarbeitsbörse vermittelt wurde. Sie erhalten diese Bestätigung, sobald das Thema an der jeweiligen Universität bzw. Fachhochschule angenommen wurde.

Einreichen sollen Studierende sobald wie möglich, jedenfalls bevor die akademische Arbeit abgeschlossen wurde. Die Bestätigung muss mit allen anderen Dokumenten hochgeladen werden, die für die Einreichung des TOP-Stipendiums "Diplomarbeitsbörse Regionalentwicklung" erforderlich sind.

Wichtiger Hinweis: Wird für eine Master/Diplomarbeit oder Disseration ein Thema von der Diplomarbeitsbörse Regionalentwicklung gewählt, können sich Studierende aller österreichischen Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen für ein TOP-Stipendium bewerben - unabhängig von ihrem Wonsitz. D.h. es ist weder ein niederösterreichischer Haupt,- noch Nebenwohnsitz erforderlich.

Sämtliche Voraussetzungen für ein TOP Stipendium "Diplomarbeitsbörse Regionalentwicklung" finden Sie unter https://www.topstipendien.at/die-einzelnen-foerderschienen/foerderschiene-akademische-abschlussarbeiten/top-stipendium-masterarbeitdissertation/

Die TOP Stipendien NÖ
wurden im Jahr 2001 von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll ins Leben gerufen. Seither wurde das Stipendiensystem laufend erweitert und adaptiert. Die Vergabe der TOP Stipendien erfolgt durch die NÖ Forschungs- und Bildungsges.m.b.H. (NFB) des Landes Niederösterreich. Mit den TOP Stipendien fördert das Land NÖ gezielt arbeitsmarktorientierte und zukunftsweisende Studien, die von der Wirtschaft gefordert und nachgefragt werden. Dadurch soll die Innovationskraft Niederösterreichs unterstützt werden.

Zielsetzungen:

  • Erhöhung der AkademikerInnenquote in Niederösterreich
  • Erleichterung des Studiums für berufstätige Personen
  • Internationale Vernetzung
  • Stärkung des Bildungs- und Wissenschaftstandorts Niederösterreich
  • Stärkung des Wirtschaftsstandortes Niederösterreich

AUF DIE VERGABE EINES TOP STIPENDIUMS BESTEHT KEIN RECHTSANSPRUCH!

Es gelten jeweils die Einreichkriterien, die zum Zeitpunkt der Antragstellung gültig waren.

Projektticker in Ihre Website einbinden

Unterstützen Sie die Diplomarbeitsbörse durch Einbindung des Projekttickers in Ihre Website!

Der Projektticker informiert über offene Themenvorschläge, sowie über Themen, die erfolgreich vermittelt wurden. Mit der Einbindung des Tickers in die Website Ihrer Gemeinde / Ihrer Organisation unterstützen Sie uns dabei, die Menschen vor Ort mit unserem Serviceangebot zu erreichen!

Vorschau Projektticker:

Der Quelltext, der eingebunden werden muss lautet wie folgt:

Quelltext kopieren und einfügen
Am besten, Sie lassen den Ticker durch den Administrator Ihrer Website einbinden! Die Einbindung kann auf folgende Art und Weise aber auch selbst erfolgen: Kopieren Sie den Quelltext und fügen Sie Ihn auf Ihrer Webseite an der Stelle, an der der Ticker erscheinen soll. Bei den meisten Websites wird für allgemeinen Content (Seitenbalken oder ähnliches) eine Datei mehrmals verwendet. Es ist deshalb vermutlich nicht erforderlich, dass Sie den Quelltext in jede einzelne Seite Ihrer Website einfügen. Die Breite des Tickers passt sich automatisch an den vorhandenen Platz an!